
Beckenheben im Liegen (auf dem Gymnastikball) II
- Zielmuskel
- Gluteus Maximus
- Synergistenmuskeln
- Hamstrings
- Equipment
- Stability ball
- Körperregion
- Hips
- Typ
- Strength
Das Beckenheben im Liegen (auf dem Gymnastikball) II ist eine Variation der Glute Bridge, bei der deine Waden auf einem Gymnastikball ruhen, während du in Rückenlage auf dem Boden liegst. Es trainiert primär den Großen Gesäßmuskel (Gluteus maximus), wobei die Beinbeuger (Hamstrings) die Bewegung unterstützen. Diese Übung eignet sich hervorragend für das Beintraining oder als gezielte Glute-Übung.
Beckenheben im Liegen (auf dem Gymnastikball) II: So führst du sie aus
- 1Platziere einen Gymnastikball auf dem Boden und lege dich mit dem Rücken flach auf den Boden, die Arme liegen neben deinem Körper und die Handflächen zeigen nach unten.
- 2Hebe deine Beine an und lege deine Waden auf den Gymnastikball, wobei deine Knie leicht gebeugt bleiben.
- 3Spanne deine Körpermitte (Core) an und drücke deine Arme leicht in den Boden, um Stabilität zu gewinnen.
- 4Drücke deine Waden in den Ball und spanne deine Gesäßmuskeln an, um dein Becken vom Boden abzuheben.
- 5Hebe dein Becken so weit an, bis dein Körper eine gerade Linie von den Schultern bis zu den Knien bildet.
- 6Halte die oberste Position für ein bis zwei Sekunden und achte auf eine maximale Kontraktion der Gesäßmuskeln.
- 7Senke dein Becken langsam und kontrolliert wieder Richtung Boden ab, ohne zwischen den Wiederholungen ganz lockerzulassen.
- 8Führe alle Wiederholungen aus und entferne dann vorsichtig deine Beine vom Ball, um den Satz zu beenden.
Technik-Tipps
- Halte dein Kinn leicht angezogen, um Nackenverspannungen beim Hochdrücken zu vermeiden.
- Konzentriere dich darauf, die Gesäßmuskeln am höchsten Punkt fest anzuspannen, anstatt den unteren Rücken in die Überstreckung zu bringen.
- Nutze den Ball, um deine Balance herauszufordern – aktiviere während des gesamten Satzes deine Körpermitte.
- Nutze eine langsame, kontrollierte Phase beim Absenken (2–3 Sekunden), um die Zeit unter Spannung für den Großen Gesäßmuskel (Gluteus maximus) zu maximieren.
- Positioniere den Ball nah genug, sodass deine Knie in einem Winkel von etwa 20–30 Grad gebeugt bleiben, um die Spannung in den Beinbeugern (Hamstrings) zu halten.
Häufige Fehler
- Überstrecken des unteren Rückens am höchsten Punkt: Dies verlagert die Last vom Großen Gesäßmuskel (Gluteus maximus) auf die Lendenwirbelsäule und erhöht das Verletzungsrisiko.
- Zu schnelles Absenken des Beckens: Ein zu schneller Abstieg eliminiert den exzentrischen Reiz und reduziert die gesamte Muskelaktivierung.
- Die Fersen statt der Waden auf dem Ball platzieren: Dies destabilisiert den Aufbau und erschwert es, die Kraft effektiv über den Ball zu übertragen.
- Nach innen knickende Knie während des Hebens: Ein Knie-Valgus reduziert die Aktivierung der Gesäßmuskeln und belastet das Kniegelenk unnötig.
- Mangelnde Rumpfspannung: Eine instabile Körpermitte lässt das Becken nach vorne kippen, was die Aktivierung des Großen Gesäßmuskels (Gluteus maximus) verringert und die Wirbelsäule stärker belastet.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen dem Beckenheben auf dem Gymnastikball I und II?
Die Variante „II“ beinhaltet typischerweise, dass die Waden auf dem Gymnastikball ruhen, während du auf dem Boden liegst. Dies erhöht den Bewegungsumfang und die Instabilität im Vergleich zur Variante „I“, was eine größere Kontrolle der Körpermitte und eine stärkere Aktivierung des Großen Gesäßmuskels (Gluteus maximus) erfordert.
Können Anfänger das Beckenheben auf dem Gymnastikball ausführen?
Anfänger sollten zuerst die Standard-Glute-Bridge auf dem Boden beherrschen, bevor sie zur Version auf dem Gymnastikball übergehen. Sobald du 15–20 kontrollierte Wiederholungen am Boden schaffst, ist die Variante auf dem Ball ein natürlicher nächster Schritt, um die Balance und den Bewegungsumfang zu fordern.
Wie viele Sätze und Wiederholungen sollte ich für die Kraft im Gesäß machen?
Für Kraft empfehle ich 3–4 Sätze mit 8–12 Wiederholungen und einer Pause von 1–2 Sekunden am höchsten Punkt. Für Ausdauer oder Hypertrophie (Muskelaufbau) sind 3 Sätze mit 1–15–20 Wiederholungen ideal. Pausiere 60–90 Sekunden zwischen den Sätzen.
Warum bekomme ich Krämpfe in der Beinbeuger-Muskulatur (Hamstrings) während dieser Übung?
Krämpfe bedeuten meist, dass die Beinbeuger (Hamstrings) im Verhältnis zum Gesäß zu stark beansprucht werden, da sie hier bei der Hüftstreckung helfen. Leite jede Wiederholung durch das Anspannen des Gesäßes ein, statt dich mit den Beinen hochzuziehen, vermeide zu starken Druck auf den Ball und dehne deine Beinbeuger vor dem Satz.
Ist das Beckenheben auf dem Gymnastikball so effektiv wie ein Hip Thrust mit der Langhantel?
Die Version auf dem Gymnastikball ist hervorragend für die Körperwahrnehmung, die Rumpfstabilität und die Aktivierung des Großen Gesäßmuskels (Gluteus maximus) geeignet, kann aber das Lastpotenzial eines Hip Thrusts mit der Langhantel nicht erreichen. Nutze die Ball-Variante als Ergänzungsübung oder wenn wenig Equipment zur Verfügung steht.
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