
Breitbeinige Vorbeuge (Prasarita Padottanasana)
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- Stretching
Die breitbeinige Vorbeuge (Prasarita Padottanasana) ist eine stehende Yoga-Pose, die die Innenseiten der Oberschenkel, die Beinrückseiten (Hamstrings), die Waden und die gesamte Wirbelsäule tief dehnt. Mit weit gespreizten Füßen und einem Oberkörper, der aus der Hüfte nach vorne klappt, löst sie Spannungen entlang der Rückseite des Körpers und entlastet den unteren Rücken sanft – ideal als Übergangs- oder Cool-down-Pose.
Breitbeinige Vorbeuge (Prasarita Padottanasana): So führst du sie aus
- 1Stelle dich in die Mitte deiner Matte und stelle deine Füße etwa 90–150 cm (3–5 Fuß) weit auseinander, wobei die Außenkanten deiner Füße parallel zu den kurzen Kanten der Matte stehen und die Zehen nach vorne oder nur leicht nach innen zeigen.
- 2Lege deine Hände auf die Hüften, atme ein, um deinen Scheitel zu verlängern, und spüre, wie die Wirbelsäule lang wird.
- 3Beuge dich beim Ausatmen aus der Hüfte nach vorne – nicht aus der Taille – und halte deinen Rücken flach sowie den Oberkörper lang, während du dich Richtung Boden senkst.
- 4Platziere deine Fingerspitzen oder Handflächen direkt unter deinen Schultern auf dem Boden, halte die Arme gestreckt und achte darauf, die Wirbelsäule weiter zu verlängern, anstatt sie zu runden.
- 5Erlaube deinem Oberkörper bei jedem weiteren Ausatmen, noch tiefer zu sinken. Wenn deine Flexibilität es zulässt, führe deine Hände zwischen deine Füße und lass deinen Scheitel Richtung Boden streben.
- 6Drücke die Außenkanten beider Füße fest in den Boden, ziehe die Innenseiten der Oberschenkel sanft nach oben und beuge deine Knie leicht, anstatt sie durchzustrecken.
- 7Atme langsam und halte die Pose für 5–10 tiefe Atemzüge; nutze jeden Ausatmen, um etwas mehr Spannung in den Hüften und Beinrückseiten (Hamstrings) zu lösen.
- 8Um die Pose zu verlassen, lege deine Hände wieder auf die Hüften, aktiviere deine Körpermitte und richte dich beim Einatmen langsam mit flachem Rücken auf. Stelle deine Füße zusammen und kehre in den Stand zurück.
Technik-Tipps
- Aktiviere deine Quadrizeps (Vorderseite des Oberschenkels) leicht beim Vorbeugen – die Kontraktion der Vorderseite signalisiert den Beinrückseiten (Hamstrings), sich weiter zu entspanne, als wenn du passiv hängst.
- Verlagere dein Gewicht leicht nach vorne, sodass deine Hüfte über deinen Knöcheln positioniert ist; viele Menschen setzen sich zu weit in die Fersen, was die Tiefe der Vorbeuge einschränkt.
- Lass die Schwerkraft die Arbeit machen – vermeide es, deinen Kopf mit Gewalt zum Boden zu drücken; konzentriere dich stattdessen darauf, dein Sitzbein nach oben zu verlängern, während der Scheitel natürlich absinkt.
- Wenn der Boden noch zu weit weg ist, platziere Yoga-Blöcke unter deinen Händen, damit du den Rücken flach halten kannst, anstatt in einen runden Rücken zu verfallen.
Häufige Fehler
- Den unteren Rücken runden, um die Hände mit Gewalt zum Boden zu bringen – dies komprimiert die Lendenwirbelsäule und ersetzt den Dehnreiz der Beinrückseiten durch eine Belastung der Wirbelsäule; beuge stattdessen aus der Hüfte und halte den Rücken flach.
- Die Knie durchstrecken, was das Gelenk belasten und die Dehnung der Beinrückseiten (Hamstrings) blockieren kann; eine leichte Beugung nimmt diesen Druck heraus und ermöglicht dennoch eine tiefe Dehnung.
- Die Zehen zu weit nach außen drehen, was die Dehnung der Adduktoren (Innenseite der Oberschenkel) verringert und den Stand destabilisiert; die Zehen sollten nach vorne oder nur leicht nach innen zeigen.
- Den Atem anhalten – es baut sich Spannung auf, wenn die Atmung stoppt; nutze jeden Ausatmen, um die Vorbeuge schrittweise zu vertiefen und jeden Einatmen, um die Wirbelsäule zu verlängern.
- Ungleichmäßige Gewichtsverteilung auf Zehen oder Fersen statt auf dem gesamten Fuß, was die Knöchel und Knie bei längerem Halten destabilisiert.
Häufig gestellte Fragen
Was dehnt die Prasarita Padottanasana?
Sie dehnt die Innenseite der Oberschenkel (Adduktren), die Beinrückseiten (Hamstrings), die Waden und die gesamte Wirbelsäule. Die Pose entlastet zudem sanft den unteren Rücken und kann Spannungen in den Hüften lösen.
Wie weit sollten meine Füße auseinanderstehen?
Typischerweise etwa 90–150 cm, angepasst an deine Körpergröße und Flexibilität. Dein Stand sollte weit genug sein, damit dein Oberkörper bequem aus der Hüfte nach vorne klappen kann, ohne dass das Becken nach hinten kippt – wenn dein unterer Rücken beim Vorbeugen sofort rund wird, versuche den Stand etwas zu verbreitern.
Können Anfänger diese Pose ausführen?
Ja. Nutze Yoga-Blöcke unter deinen Händen, falls du den Boden mit flachem Rücken nicht erreichen kannst, und beuge die Knie leicht, um die Belastung der Beinrückseiten zu reduzieren. Konzentriere dich auf das Gefühl der Verlängerung statt auf ein bestimmtes Ziel; deine Flexibilität wird sich durch regelmäßiges Üben stetig verbessern.
Sollte mein Scheitel den Boden berühren?
Nur wenn deine Flexibilität es natürlich zulässt, ohne dass du die Wirbelsäule rundest. Das Ziel der Pose ist die Verlängerung der Beinrückseiten, Adduktoren und der Wirbelsuche – das Erreichen eines bestimmten Punktes ist weniger wichtig als eine gute Ausrichtung.
Wo passt diese Pose in eine Yoga-Sequenz?
Die Prasarita Padottanasana eignet sich gut für die Mitte der Sequenz, wenn der Körper aufgewärmt ist, oder als Übergang zwischen stehenden Positionen und Bodenübungen. Sie ist zudem eine hervorragende Cool-down-Pose, da die leichte Inversion (Hüfte über dem Kopf) eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem hat.







